Das Schiff

Die Wiking wurde 1938 auf der Bültjer Werft in Ditzum an der Ems, Baunummer 12, als typischer Krabbenkutter gebaut. Das Schiff war nicht besegelt, sondern hatte lediglich einen Lademast mit Ladebaum, dazu ein schützendes Ruderhaus auf dem Achterschiff.

Schiffe dieses Typs fuhren in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zu tausenden in der Nordseefischerei, bis sie im Laufe der 70er und 80er Jahre gegenüber den großen Trawlern nicht mehr konkurrenzfähig waren und zum großen Teil aufgelegt wurden. Abwrackprämien der Europäischen Union beschleunigten das Sterben der kleinen Küstenfischerei.

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Für die Wiking endete die Zeit der Fischerei 1987, aber die Kettensäge blieb dem Schiff zum Glück erspart.
1994 wurde es durch einen Magdeburger Verein erworben, der damit Fahrten mit Jugendlichen machen wollte und zu diesem Zweck ein größeres Ruderhaus und ein Kajütaufbau über dem ehemaligen Fischraum bauen ließ. Das Konzept des Vereins erwies sich aber als nicht so leicht durchführbar, sodass die Wiking nach einiger Zeit im Magdeburger Hafen fest lag.
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2003 wurde sie nach Greifswald überführt. Bis dahin war die Wiking ein reiner Motorkutter geblieben. Mit Unterstützung der Bültjer Werft wurde nach alten Rissen ein Ketchrigg konzipiert, das der originalen Betakelung dieses Schiffstyps aus der Dollart-Ems Region entspricht. Seitdem segelte die Wiking von Greifswald aus.
Betreiber war ein gemeinnütziger Verein, der Fahrten mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführte.

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Anfang 2013 kaufte ich die Wiking und überführte sie im Mai erst nach Flensburg zur Rumregatta. Bei der Regatta stellte sich heraus, dass die Segelfläche zwar Starkwind-tauglich war, aber sich bei der leichten Briese als nicht ausreichend erwies.

Anschließend folgte der kurze Weg in die Werft nach Egernsund. Dort wurden notwendige Instandhaltungsarbeiten am Rumpf vorgenommen, die leider wesentlich umfangreicher ausfielen als vorher angenommen. Viele neue Planken und Spanten waren nötig sowie ein neuer Kielschuh, aber die Werft hat sehr gute Arbeit geleistet und das Schiff wieder seetüchtig bekommen.

Wiking inner Werft

Ostern 2014, nach abgeschlossener Arbeit, folgte dann eine stürmische Überführung nach Bremerhaven.
Aber die Wiking hat dabei ihre Seetüchtigkeit Eindrucksvoll bewiesen.
Seitdem liegt die Wiking im alten Hafen und erhält mehr Segelfläche, ein neues Steuerhaus und einen neuen Innenausbau.

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